EINE WOHNRAUMENTPROGRAMMIERUNGSMELANCHOLIE

Premiere im Oktober 2020 im BALLHAUS OST!

»Sag einfach: Ich hab nur Filter, du Opfer.«

»Ich hab nur Filter, du Opfer.«

»Sehr gut.«

»Ihr meint, ich tue einfach so, als sei ich so ein grummeliger, alter Typ in einem schmuddeligen Spätkauf in einem durchgentrifizierten Stadtteil, der der Vergangenheit nachweint?«

»Yes!«

Rausgeflogen. Wie Hänsel und Gretel. Weil es zu Hause nicht mehr für alle und das Netflix-Abo schon gar nicht mehr reicht. Und jetzt? Karl und Knäcke streifen durch die Nächte der Stadt und steigen in die unterschiedlichsten Wohnungen ein, auf der Suche nach Antworten und: BEUTE! Sie chillen, stänkern und fragen sich immer wieder die Fragen nach dem Wie-wollen-wir-leben und dem WTF-ist-hier-los?! Ungleichheit und Verteilung, Schein und Sein, Status und Überleben, Katalogien und Zufall, Eigentum und Miete, Verdrängung und Spekulation, Kollektiv und Einsamkeit; Quallen, Sex und Räumungsklagen. Karl und Knäcke machen vor nichts Halt. Keinem Zaun, keinem verschlossenen Fenster, keinem undenkbaren Gedanken. Verschließt alle Türen und Fenster! Hier kommen die Diskursräuber.

Die Coming-of-Age-Performance Karl & Knäcke lernen Räubern erzählt von der Wiederaneignung der eigenen Lebensgestaltung und das sich-einen-Ort-finden-in-der-Welt über das Thema Wohnen. Wenn wir keinen Platz mehr finden im System, sollten wir es dann umprogrammieren?

von und mit Antigone Akgün und Toni Jessen Text Kirsten Reinhardt Bühne Jo Preußler und Stefan Wartenberg Kostüme Wieland Schönfelder Sound Design Mathias Lenz Musik Masha Qrella Künstlerische Leitung Sebastian Mauksch Theaterpädagogische Begleitung Sofie Hüsler Produktionsleitung Miriam Glöckler

Dauer: ca. 70 Minuten | in deutscher Sprache | für Menschen ab 13 Jahren

Buchvorlage in den Händen der Autorin